Sabotage beschreibt vorsätzliche und gezielte Handlungen, die darauf abzielen, betriebliche oder organisatorische Abläufe zu stören oder Anlagen und Einrichtungen zu beschädigen. Ziel ist es, Funktionen einzuschränken oder vollständig außer Kraft zu setzen. Sabotage erfolgt:
- extern, etwa durch physische Eingriffe oder digitale Angriffe,
- intern, durch Personen mit Zugang zu internen Strukturen und Informationen.
Welche Ziele verfolgen die Angreifer?
Sabotage dient unter anderem dazu,
- zentrale Versorgungsstrukturen wie Energie, Wasser oder Kommunikation zu beeinträchtigen,
- Arbeitsfähigkeit und Austausch in Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu stören,
- öffentliche Stimmungen gezielt zu beeinflussen,
- Unternehmen wirtschaftlich zu schwächen oder unter Druck zu setzen.
Sabotage als Teil hybrider Bedrohungen
Ausländische Nachrichtendienste und extremistische Gruppierungen verfügen über die Fähigkeit, Sabotagehandlungen zu kombinieren und über längere Zeiträume vorzubereiten. Diese Aktivitäten können Teil hybrider Bedrohungsszenarien sein, die gezielt gegen Deutschland eingesetzt werden.
Hybride Bedrohungen bündeln unterschiedliche Vorgehensweisen, um staatliche und gesellschaftliche Strukturen zu destabilisieren. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind dabei häufig direkte Angriffspunkte.
Innentäter – ein unterschätztes Risiko
Innentäter sind Personen innerhalb einer Organisation, die schädigende Handlungen ausführen. Durch ihr umfangreiches Wissen über interne Abläufe sowie ihre Zugangsrechte können sie gezielt für Sabotage missbraucht werden. Besonders IT-Systeme und technische Einrichtungen sind von Manipulationen durch Innentäter betroffen.