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Bedrohung durch Innentäter

Ein Werkschutzmitarbeiter lässt unbefugte Personen auf das Firmengelände, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Eine IT-Administratorin nutzt ihre erweiterten Zugriffsrechte, um vor ihrer Kündigung Kundendaten zu kopieren und gewinnbringend zu verkaufen. Ein Mitarbeiter im Einkauf wird durch den Nachrichtendienst seines Heimatlandes unter Druck gesetzt und gibt daraufhin interne Preis- und Vertragsinformationen weiter.     

Innentäterschaft hat viele Gesichter. Sie stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für Unternehmen und Forschungseinrichtungen dar. Durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen und Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lässt sich die Gefahr jedoch deutlich verringern.

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Was sind Innentäter?

Innentäter sind Personen, die innerhalb eines Unternehmens oder einer Forschungseinrichtung absichtlich schädliche Handlungen ausführen. Diese reichen von der unautorisierten Weitergabe vertraulicher Informationen bis hin zum Diebstahl sensibler Daten. Besonders gefährlich ist diese Bedrohung, weil Innentäter über tiefgehendes Wissen zu internen Abläufen und Zugangsmöglichkeiten verfügen. In vielen Fällen werden sie von ausländischen Nachrichtendiensten für sogenannte HUMINT-Spionageaktionen (Human Intelligence) angeworben, um wertvolle Informationen zu stehlen.

Innentäter kann jeder sein

Die Bedrohung durch Innentäterschaft kann aus verschiedenen Richtungen kommen. Nicht nur festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind betroffen, sondern auch Personen, die nur vorübergehenden Zugriff auf vertrauliche Informationen haben.

Häufig angegriffen werden:  

  • aktuelle und ehemalige Beschäftigte,
  • geschäftliche Kontakte, wie Kunden und Lieferanten,
  • externe Dienstleistungen, wie Beratungen, IT-Services oder Reinigungskräfte. 

 

Warum werden Menschen zu Innentätern?

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Menschen zu Innentätern werden. Diese können sowohl persönlicher als auch beruflicher Natur sein. Häufige Auslöser sind:

  • Streben nach Anerkennung, Respekt oder Freundschaft,
  • Politische, kulturelle oder religiöse Überzeugungen,
  • Erpressung, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz und fehlende Identifikation mit dem Unternehmen / der Institution,  
  • Finanzielle Probleme oder die Angst vor Arbeitsplatzverlust.

 

Gelegenheit schafft Risiko

Neben der persönlichen Motivation müssen auch die richtigen Rahmenbedingungen vorhanden sein, damit Innentäterschaft überhaupt möglich wird. Mögliche Voraussetzungen sind:

  • Unzureichende interne Kontrollen,
  • Fehlende Schulungen zu sicherheitsrelevanten Themen, Unkenntnis über interne Arbeitsprozesse,
  • Einsatz privater Geräte im beruflichen Kontext,
  • Unzureichende Sicherheitskultur innerhalb der Organisation. 

 

Die Herausforderung Homeoffice 

Das Homeoffice bringt zusätzliche Herausforderungen für die Sicherheit eines Unternehmens oder einer Forschungseinrichtung mit sich. Schwachstellen in der IT-Infrastruktur und die geringe Kontrolle über private Geräte können zu Sicherheitslücken führen. Zudem steigt das Risiko, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf illegitime Anfragen eingehen.

Schutzmaßnahmen gegen Innentäter

Ein umfassendes Schutzkonzept ist entscheidend, um sich vor Innentätern zu schützen. Dieses Konzept sollte alle Bereiche der Organisation abdecken – von der IT-Sicherheit bis hin zur persönlichen Sicherheit – und fortlaufend aktualisiert werden.   

Für die Erstellung eines wirksamen Schutzkonzepts sind die folgenden Schritte notwendig: 

  • Durchführung einer Risikoanalyse: Identifizieren Sie schützenswerte Informationen und bewerten Sie deren Gefährdung.
  • Erstellung des Schutzkonzepts: Leiten Sie konkrete Schutzmaßnahmen ab.
  • Kontrollen und Anpassungen: Überprüfen Sie regelmäßig die Wirksamkeit der Maßnahmen und passen Sie das Konzept bei Bedarf an. 

Informationsblätter zum Wirtschaftsschutz

Die Informationsblätter zum Wirtschaftsschutz klären anlassunabhängig über Gefährdungen der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung auf. Dabei werden auch grundsätzliche Handlungsempfehlungen zur Erhöhung des Schutzniveaus formuliert.   

Die Blätter eignen sich besonders gut als begleitende Handreichung zu Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen.

Weiterführende Informationen

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