Innentäter kann jeder sein
Die Bedrohung durch Innentäterschaft kann aus verschiedenen Richtungen kommen. Nicht nur festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind betroffen, sondern auch Personen, die nur vorübergehenden Zugriff auf vertrauliche Informationen haben.
Häufig angegriffen werden:
- aktuelle und ehemalige Beschäftigte,
- geschäftliche Kontakte, wie Kunden und Lieferanten,
- externe Dienstleistungen, wie Beratungen, IT-Services oder Reinigungskräfte.
Warum werden Menschen zu Innentätern?
Es gibt zahlreiche Gründe, warum Menschen zu Innentätern werden. Diese können sowohl persönlicher als auch beruflicher Natur sein. Häufige Auslöser sind:
- Streben nach Anerkennung, Respekt oder Freundschaft,
- Politische, kulturelle oder religiöse Überzeugungen,
- Erpressung, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz und fehlende Identifikation mit dem Unternehmen / der Institution,
- Finanzielle Probleme oder die Angst vor Arbeitsplatzverlust.
Gelegenheit schafft Risiko
Neben der persönlichen Motivation müssen auch die richtigen Rahmenbedingungen vorhanden sein, damit Innentäterschaft überhaupt möglich wird. Mögliche Voraussetzungen sind:
- Unzureichende interne Kontrollen,
- Fehlende Schulungen zu sicherheitsrelevanten Themen, Unkenntnis über interne Arbeitsprozesse,
- Einsatz privater Geräte im beruflichen Kontext,
- Unzureichende Sicherheitskultur innerhalb der Organisation.
Die Herausforderung Homeoffice
Das Homeoffice bringt zusätzliche Herausforderungen für die Sicherheit eines Unternehmens oder einer Forschungseinrichtung mit sich. Schwachstellen in der IT-Infrastruktur und die geringe Kontrolle über private Geräte können zu Sicherheitslücken führen. Zudem steigt das Risiko, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf illegitime Anfragen eingehen.